HowTo UE-sammeln

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Dieses HowTo sollte dir als Leitfaden dienen wenn du auf der Jagd nach Unterstützungserklärungen bist ;)

Inhaltsverzeichnis

Was man braucht:

  • unbedingt:
    • Klemmbrett (im Idealfall mit violetten Piratenaufkleber)
    • ausgedruckte UE-Formulare (unter www.unterstuetzen.at downloadbar)
    • Infoflyer (Hilfe beim Erklären des Wahlprogramms)
    • Kugelschreiber
    • unterstützen.at Visitenkarte
  • optional:
    • Piraten-T-Shirt oder Ähnliches
    • Kopfbedeckung/Sonnenschutz (sonniges Wetter angesagt)
    • Wasserflasche
    • Geld für schnellen Imbiss zwischendurch

Das Sammeln an sich:

In Österreich ist es leider so, dass die Unterschrift nur am Amt geleistet werden kann, und auch nur dort, wo man seinen Hauptwohnsitz hat. Man muss die Menschen also auch noch überreden, zwei Schritte ins Rathaus oder Gemeindeamt zu machen.
Die Voraussetzungen für die Unterschriftenleistung sind:

  • vollendetes 16. Lebensjahr und österreichische Staatsbürgerschaft
  • Lichtbildausweis dabei
  • Hauptwohnsitz an dem Ort, wo gesammelt wird


Wenn der Ausweis fehlt, kann es ggf. sinnvoll sein, sie später nochmal mit Ausweis vorbeizukommen zu bitten; wenn der Wohnort nicht passt, schadet's nicht, ihnen das Formular und eine unterstützen.at Visitenkarte mitzugeben.
Zu den zu erreichenden Zahlen: In Salzburg und Tirol brauchen wir insgesamt 200 Stück (plus einen kleinen Puffer)­ – derzeit stehen wir bei etwa 100 in Tirol und etwa 70 in Salzburg. In Vorarlberg brauchen wir 100 und haben bislang etwa 60, dort ist noch nicht ganz klar, ob Hilfe nötig ist oder nicht (das wird dann ggf. flexibel umgeschichtet).

Wie man vorgehen kann/soll:

Vor dem Sammeln sich im Amt umsehen und beim richtigen Schalter die Leute einmal begrüßen und sie informieren, dass man jetzt sammelt. Gegebenenfalls auch informieren, wie hier das Prozedere ist – in manchen Ämtern wird das unbürokratisch am Frontdesk gemacht, in anderen müssen die Leute tatsächlich ein paar Minuten warten, im schlimmsten Fall auch mal eine Viertelstunde. :/

  • Ansprech-Möglichkeiten
    • „Guten Tag, sind Sie in [BUNDESLAND EINSETZEN] wahlberechtigt? Wir Piraten brauchen noch Unterstützungserklärungen, um zur Wahl zugelassen zu werden. Bekommen wir eine von Ihnen?“
    • „Entschuldigen Sie, sind Sie aus [STADT EINFÜGEN]? Würden Sie uns eine Unterstützungserklärung für den Wahlantritt der Piratenpartei zur Nationalratswahl im Herbst unterschreiben?“
    • „Haben Sie schon mal von der Piratenpartei gehört? Wir wollen zur Nationalratswahl antreten und brauchen dafür eine Unterschrift um auf dem Wahlzettel zu stehen.“ (Die Frage regt zum Nachdenken an. Dann nicht auf eine Antwort warten, sondern einfach weitererzählen.)
    • Erfahrungsgemäß nicht so gut funktionieren Satzteile mit „haben Sie Zeit“, da kommt oft noch schneller ein „Nein!“.
    • Den Einleitungssatz unbedingt stur weitersprechen und beenden (ggf. ein paar Schritte nebenher gehen) – oft bleiben Leute stehen, wenn sie hören, dass wir gar kein Geld wollen und auch keine Umfrage machen.
    • Bei einem sturen „Nein!“ oder „kein Interesse“ mit einem „Danke trotzdem!“ oder dergleichen verabschieden. Unbedingt einen freundlichen Eindruck hinterlassen, vielleicht wählen sie uns ja doch irgendwann. ;)
  • Diskussions-Tipps
    • Erfahrungsgemäß hilft es manchmal bei Leuten, die unschlüssig sind oder uns eher nicht wählen würden, zu betonen, dass es nur darum geht, dass wir überhaupt zur Wahl antreten dürfen – hohe bürokratische Hürde für ein demokratisches Grundrecht, etc. pp. betonen.
      • z. B.: „Sie müssen uns nicht wählen, es geht nur darum, ob wir überhaupt antreten dürfen!“
    • Bei eher rechten Wählern (vor allem, wenn sie ÖVP/FPÖ bevorzugen): „Wenn wir Piraten am Stimmzettel stehen, schadet das in Wirklichkeit Rot-Grün – das ist doch eigentlich in Ihrem Sinne.“
    • Bei eher linken Wählern (vor allem, wenn sie die Grünen bevorzugen):
      • Variante 1: „Ja, kurzfristig schadet das vielleicht den Grünen, aber langfristig nützt das beiden – denken Sie an Grüne und SPÖ, die sprechen ja jetzt auch unterschiedliche Wählergruppen an.“
      • Variante 2: „Es geht doch nur um den Wahlantritt!“ + Appell an Pluralismus, Vielfalt, Demokratiebewusstsein
  • Antworten auf gängige Bürger-Fragen
    • „Warum heißt ihr eigentlich Piraten? So ein dämlicher Name. Alles Verbrecher!“ (oder so ähnlich)

1. Früher war Filesharing völlig legal, die Privatkopie war ein Recht. Das wurde in den letzten Jahren gestrichen, heute ist das illegal, man darf z. B. keine CD mehr kopieren, um etwa eine zuhause und eine im Auto zu haben. Das halten wir für überzogen, Studien zeigen, dass Raubkopien keinen negativen, tw. sogar einen positiven Einfluss auf die Medienverkäufe haben.
2. Um zu überprüfen, wer nun illegal kopiert, sind massive Überwachungsmaßnahmen nötig. Wofür werden sie tatsächlich eingesetzt? Durch die Vorratsdatenspeicherung etwa wurden 30 Straftaten in Österreich aufgeklärt, davon waren z. B. 15 einfache Diebstähle. Es ist völlig unverhältnismäßig, dafür z. B. jede kleinste Bewegung über die Handys aufzuzeichnen.
3. Wie kommt es überhaupt dazu, dass solch bürgerfeindliche Gesetze beschlossen wurden? Lobbyismus und Korruption. Deshalb fordern wir volle Transparenz in der Politik, effektivere Korruptionsbekämpfung, etcp ..
4. Und wenn dann immer noch was schief geht? Dafür fordern wir viel mehr direkte Mitbestimmung, z. B. eine Vetoinitiative, die ein Gesetz verhindern kann, bevor es in Kraft tritt.
(Das kann man in einer Minute runterrattern und überzeugt durchaus.)

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